Filmclub Bali
 

GODZILLA 2000: MILLENNIUM

("Gojira ni-sen mireniamu", Japan 1999) R: Takao Okawara

Prof. Yuji Shinoda (Takehiro Murata) ist einer der führenden Godzilla Forscher, er arbeitet für sein eigenes, privates Netzwerk, hat den Umtrieben der Regierungsbehörden längst den Rücken gekehrt. Seine Datenerhebungen kündigen ein baldiges Auftauchen des Monsters an, tatsächlich erhebt sich Godzilla aus dem Ozean und sorgt für Zerstörung. Das Militär hat mal wieder eine neue Wunderwaffe am Start, erwartungsgemäß versagt diese aber kläglich. Zur gleichen Zeit hebt man einen großen Gesteinsbrocken vom Grunde des Ozeans, der vor vielen Millionen Jahren aus dem All geflogen kam und in das urzeitliche Gewässer einschlug. Das merkwürdige Gebilde gibt Rätsel auf und macht sich bald selbstständig. Offensichtlich beherbergt der Klumpen eine außerirdische Intelligenz, die ihrerseits ein sehr großes Interesse an Godzilla zeigt. Shinoda erkennt nach und nach das wahre Ausmaß der Bedrohung, die Zukunft der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel! Bleibt noch Zeit die außerirdische Macht zu stoppen und welche Rolle spielt Godzilla dabei...???
Godzilla 2000
Nach dem tränenreichen Finale der Heisei Reihe (Godzilla gegen Destoroyah, (Gojira tai Desutoroia, 1995)) nahm der König der Monster eine kleine Auszeit. Toho hatte die Rechte vorübergehend an die Amerikaner verliehen, damit Emmerich seine fürchterliche Godzilla Entweihung (1998) abkurbeln konnte. Toho überbrückte diese Phase mit drei Abenteuern um das -meist- freundliche Fluginsekt Mothra. 1999 gingen die Japaner mit der Godzilla Millennium Reihe wieder selbst an den Start, diese erstreckt sich über insgesamt sechs Filme. "Godzilla - 2000 Millennium" ist ein guter Auftakt, obschon kein Überflieger geworden. Glücklicherweise setzt man weiter auf die bewährte Suitmation Technik, es läuft also auch kurz vor der Jahrtausendwende ein Mensch im Godzillakostüm durch Modellkulissen. Natürlich baut man auch bei Toho längst digitale Effekte ein, die wesentlichen Elemente werden aber nach wie vor auf traditionelle Art und Weise ausgeführt. Das mag für viele Effektfreaks nicht mehr zeitgemäß sein, ich liebe diese Art von Monsterfilm sehr! Es gibt nichts schöneres als Menschen in Monsteranzügen, die liebevoll aufgebaute Modellstädte und Industrieanlagen planieren, und während ihrer Tätigkeit mit kleinen Raketen beschossen werden. Das generische Monster kommt erst im Finale so richtig zum Zuge. Dafür gibt dann aber eine zünftige Keilerei zu sehen, bei der Godzilla ordentlich einstecken muss, aber letztlich selbstverständlich doch den längeren Schwanz vorweisen kann! Die Schauspieler gehen erwartungsgemäß in der Handlung auf, wenn die Monster richtig in Fahrt sind, werden die Menschlein sowieso zu unwichtigen Nebenfiguren.
Wie schon weiter oben erwähnt, gelingt Toho mit dem Auftakt der Millennium Reihe eine überzeugende Auferstehung des Königs der Monster. Ich bin mir aber sicher, dass die folgenden Filme diese gute Leistung noch toppen können. Der prachtvolle Originalscore kommt zum Einsatz, die Japaner wissen offensichtlich ganz genau, was sie ihren Fans schuldig sind. Übrigens gibt es auch kleine Seitenhiebe auf Emmerichs "ID4", wer den Film kennt wird die betreffenden Szenen sofort zuordnen können. Die deutsche DVD Auswertung stammt von Splendid. Der Film ist einzeln oder in einem Boxset erhältlich, welches alle sechs Filme der Millennium Reihe enthält. Die Box gibt es in zwei Ausführungen, die limitierte Auflage enthält eine Mothra Figur. Diese ist IMHO aber nicht sonderlich gelungen, daher habe ich zur normalen Ausgabe der Box gegriffen.
Gut, aber von den folgenden Filmen der Reihe erwarte ich noch etwas mehr! 7/10
Lieblingszitat:
"Ich glaube Godzilla hasst die Energie, die von Menschen erzeugt wird."
- Blap -
- zur Übersicht -





Die auf dieser Netzpräsenz veröffentlichten Filmbesprechungen haben rein filmjournalistische Bedeutung. Das verwendete Bildmaterial dient nicht zu Werbezwecken, sondern ausschließlich zur filmhistorischen Dokumentation.
Der Filmclub Bali ist eine rein private, nicht kommerzielle Interessengemeinschaft, die ausschließlich geschlossene Veranstaltungen für Clubmitglieder organisiert. Der Clubvorstand selbst arbeitet ehrenamtlich. Mitgliedsausweise erhält man im Kulturzentrum Pelmke, im Café, direkt vor Ort am Abend der Vorführung oder vom Clubvorstand. Die monatlich zu entrichtende Clubgebühr dient nur zur Finanzierung von Sonderaktionen oder speziellen Angeboten. Der Clubbeitrag ist bis spätestens 21 Uhr zu entrichten, danach ist geschlossene Gesellschaft. Die Vorstellungen des Filmclubs Bali sind geschlossene Veranstaltungen privater Natur und stehen in keinem Zusammenhang mit der Programmgestaltung des Kinos Babylon. Die Vorstellungen finden einmal im Monat, vornehmlich an Freitagen, ab 20:30 Uhr, statt.
Impressum Haftungsausschluss