Filmclub Bali
 

CANNONBALL

("Cannonball!", USA/Hongkong 1976) R: Paul Bartel

Ein illegales Autorennen führt quer durch die USA, das Ziel liegt mitten in New York. Coy "Cannonball" Buckman (David Carradine) macht sich Hoffnungen auf den Sieg, will das dicke Preisgeld einstecken. Sein Bruder Bennie (Dick Miller) lässt sich mit Gaunern ein, denn er will noch mehr Schotter machen. Zwar möchte Bennie seinem Bruder zum Sieg verhelfen, jedoch agiert er hinter dessen Rücken. Überhaupt geht es bei der großen Sause ordentlich zur Sache. Da wird bei Höchstgeschwindigkeit gerempelt und an der Tanke fliegen auch schon mal die Fäuste. Keine leichte Aufgabe für Cannonball...
Cannonball
Paul Bartel drehte 1975 den legendären Streifen " Death Race 2000" (Frankensteins Todesrennen), in dem David Carradine ebenfalls eine der Hauptrollen bekleidete. "Cannonball" sorgt mit launigem Humor für Stimmung, Bartel selbst hat eine herrlich groteske Nebenrolle inne. Natürlich regiert hier immer wieder der Trash, was besonders gut bei einem Massenunfall gegen Ende des Filmes zu Tage kommt. Da knallt Auto um Auto um Auto in eine Lawine aus Blech, diese wird aber kaum größer, dafür explodieren die Kisten als gigantische Feuerbälle. Überhaupt neigen die Schlitten hier sehr schnell zu irrwitzigen Explosionen. Dass Ami-Karren nichts taugen ist ja hinreichend bekannt, aber das Verhalten wie von frisch gezündeten Böllern ist schon prächtig anzusehen. Hoher Spaßfaktor garantiert! Die Riege der Darsteller macht ebenfalls Laune, so kommt auch Robert Carradine zum Zuge, im echten Leben der kleine Bruder von David C.. Ab und an pendelt der Film ein wenig unentschlossen zwischen Albernheiten und Härte. Die Albernheiten behalten meist die Oberhand, im Ergebnis macht die leichte Konfusion den Streifen irgendwie noch liebenswerter. An der Produktion waren übrigens auch die Shaw Brothers beteiligt, genauer gesagt Herr Run Run Shaw.
Die DVD von Kinowelt ist sehr ansprechend, sie basiert scheinbar auf der Vorlage von Blue Underground. "Cannonball" kommt in sehr schönen, frischen Farben daher, das Bonusmaterial enthält eine recht kurze -aber durchaus interessante- Featurette.
Knuffig und unterhaltsam! 7,5/10
Lieblingszitat:
"Will eine von euch grandiosen Schönheiten vielleicht mal rüberkommen und meinen Steuerknüppel ein bißchen in die Hand nehmen?"
- Blap -
- zur Übersicht -





Die auf dieser Netzpräsenz veröffentlichten Filmbesprechungen haben rein filmjournalistische Bedeutung. Das verwendete Bildmaterial dient nicht zu Werbezwecken, sondern ausschließlich zur filmhistorischen Dokumentation.
Der Filmclub Bali ist eine rein private, nicht kommerzielle Interessengemeinschaft, die ausschließlich geschlossene Veranstaltungen für Clubmitglieder organisiert. Der Clubvorstand selbst arbeitet ehrenamtlich. Mitgliedsausweise erhält man im Kulturzentrum Pelmke, im Café, direkt vor Ort am Abend der Vorführung oder vom Clubvorstand. Die monatlich zu entrichtende Clubgebühr dient nur zur Finanzierung von Sonderaktionen oder speziellen Angeboten. Der Clubbeitrag ist bis spätestens 21 Uhr zu entrichten, danach ist geschlossene Gesellschaft. Die Vorstellungen des Filmclubs Bali sind geschlossene Veranstaltungen privater Natur und stehen in keinem Zusammenhang mit der Programmgestaltung des Kinos Babylon. Die Vorstellungen finden einmal im Monat, vornehmlich an Freitagen, ab 20:30 Uhr, statt.
Impressum Haftungsausschluss